Daktyloskop
Bei Daktyloskop handelt es sich um einen Scanner, der durch einen photogrammetrischen Prozess ein Objekt räumlich erfasst und die Oberfläche in einen individuellen Abdruck grafisch abstrahiert.
Das zu vermessende Objekt wird auf den Sockel in der Scanner-Box gestellt. Nach dem Start des Scanprozesses fährt ein Schlittensystem samt Messeinheit das Objekt zeilenweise ab. Die Messung erfolgt über eine optoelektronische Abtastung mittels einer Laserdiode (Aktor) und einer Webcam (Detektor).
Die Bilddaten der Kamera werden in Processing verarbeitet. Dazu muss die Kamera vorab kalibriert werden, indem ein Bildhauptpunkt (innere Orientierung) definiert wird. Die Entfernung zum Objekt wird anhand der Differenz zwischen aktuellem Messpunkt und Bildhauptpunkt erfasst. Die aktuelle Kameraposition (äußere Orientierung) wird über den Stand der Schrittmotoren ermittelt, die für die Schlittenbewegung sorgen.
Nun kann aus der zeilenweisen Erfassung von Kameraposition (x,y) und Entfernung zum Objekt (z) ein räumlicher Abdruck erfasst werden. Die Abstrahierung in eine Grafik erfolgt über einen Fingerprint-Algorithmus, der die gescannten Merkmale extrahiert (Encoding) und schließlich in geometrische Formen umwandelt (Enrollment). Das Ergebnis kann schließlich in Form einer PDFDatei gespeichert werden.
Daktyloskop:
Fachmann zur Auswertung von Fingerabdrücken
Photogrammetrie:
Räumliche Messmethode mittels Bildverarbeitung
Optoelektronik:
Optische Bauteile, die digitale Signale ausgeben oder umgekehrt